Die Sattelkünstlerin

Galoppsportlerin Stephanie Rank aus Eldagsen ist Amateur-Jockey – und war in diesem Jahr bei einer Weltmeisterschaft am Start

Ein Jockey gilt als Sattelkünstler“, sagt Stephanie Rank. Sie muss es wissen. Die 41-Jährige war Profi-Jockey. Seit einigen Jahren ist die Vorsitzende des Reitervereins Eldagsen noch als Amateurin am Start, darf aber auch Profi-Rennen reiten – und hat in diesem Jahr etwas Besonderes erlebt: Rank durfte im Sultanat Oman bei der WM der Amateurreiterinnen auf arabischen Pferden an den Start gehen. Auch wenn sie dabei chancenlos war, weil das ihr zunächst zugeloste Pferd sich in der Box verletzte und sie auf ein Reservepferd steigen musste, so erinnert sie sich doch gerne an die besondere Atmosphäre dieser WM.
Im heimischen Stall des RV Eldagsen hat Rank, die auch eine Besitzer-Trainerlizenz hat, derzeit drei eigene Rennpferde im täglichen Training. Ihre Strecke, um die Vollblüter fit zu halten, führt sie ins Gelände. Gut für die feinfühligen Tiere, gut aber auch für ihre Reitschüler, die sie manchmal begleiten dürfen.
Das Training erfordere aber auch eine Menge Disziplin: „Schlechtes Wetter oder krank sein kenne ich nicht“, sagt Rank. In dieser Saison hat die ausgebildete Pferdewirtin mit Schwerpunkt Rennreiten mit Höhen und Tiefen zu kämpfen gehabt. Ihr Paradepferd Index Walter musste sie altersbedingt in Rente schicken.
Ihr aktuelles Top-Pferd Awjab war vier Mal platziert, in Hamburg als Dritter. „Das war ein Höhepunkt“, sagt Rank. Doch Awjab verletzte sich im Sommer und wird nun wieder aufgepäppelt. Alles steht und fällt eben mit gesunden Pferden. „Die sind nun einmal die Hauptakteure“, sagt die Sattelkünstlerin.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.