Ein Tor gegen den Weltmeister als Highlight

Anna Hartje ist mit den Bisons und im Nationalteam erfolgreich

Die Europameisterschaft lief für die deutschen Rollhockey-Damen alles andere als zufriedenstellend. Anna Hartje blickt trotzdem gerne darauf zurück. „Ein Tor gegen Spanien zu machen, war das absolute Highlight“, sagt die Torjägerin des SC Bison Calenberg, „gegen den amtierenden Welt- und Europameister zu treffen, ist ein tolles Gefühl.“ Dass die erstmals auch in der Nationalmannschaft viel Einsatzzeiten hatte, freut Hartje, Springes Sportlerin der Jahre 2015 und 2016, zusätzlich.
In der Bundesliga war Hartje in der vorigen Saison mit 46 Treffern „nur“ Zweite in der Torjägerinnen-Statistik. „Ich war bei vielen Spielen nicht da“, sagt die 21-jährige Sportsoldatin, die zunächst in Süddeutschland stationiert war und nun in Hamburg an der Bundeswehr-Universität studiert.
Die Bundeswehr hat Hartje einen weiteren sportlichen Höhepunkt in diesem Jahr beschert. Sie nahm an der Sandhurst-Competition in den USA teil. „Das ist ein zweitägiger Militärwettbewerb, bei dem insgesamt 80 Kilometer Marschleistung mit 20 Kilogramm Gepäck geleistet werden. Von 600 Offiziersanwärtern in Deutschland durften nur elf dorthin“, sagt sie stolz. Dafür ließ sie sogar Rollhockey-Spiele sausen.
Ein weiterer Grund, warum sie etwas weniger Tore schießt als gewohnt: „Ich habe festgestellt, dass ich auch ganz gut Vorlagen geben kann“, sagt Hartje, „und ich lege den Schwerpunkt etwas mehr auf die Abwehr, weil das der Bundestrainer immer bemängelt.“
Auch Fußball spielt Hartje nach wie vor erfolgreich. Für die Bison-Frauen hat sie in der Kreisliga bislang sieben Tore in der laufenden Saison erzielt.

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