Weltenbummler in Sachen Klippenspringen

Jan-Wilko Heinzel verpasst EM-Bronze nur knapp

Im Weltcup konnte Jan-Wilko Heinzel in diesem Jahr nicht mitspringen. Eine Verletzung, die er sich vor eineinhalb Jahren zugezogen hatte, hinderte ihn. Erfolgreich war die Saison dennoch für den Highdiver aus Springe. Bei der Europameisterschaft in der Schweiz verpasste er eine Medaille als Vierter schließlich nur knapp. Und beim noch stärker besetzten Wettkampf auf Kreta drei Wochen zuvor war er Sechster geworden. „Damit bin ich für das nächste Jahr auf Kreta direkt qualifiziert“, sagt Heinzel, „da ist die Creme de la creme am Start.“
Highdiving, oder Klippenspringen – das ist Wasserspringen aus bis zu 27 Metern Höhe. Anders als beim olympischen Turmspringen tauchen die Sportler dabei mit den Füßen zuerst ein – sonst wäre das Verletzungsrisiko zu hoch.
Acht bis neun Wochen im Jahr ist Heinzel in der Welt unterwegs, um zu springen. Zuletzt war er vor einigen Wochen in China und hat nach vier Monaten Highdiving-Pause noch „ein paar Sprünge gesammelt“ – und sehr gute Wertungen kassiert.
Die allein reichen für Heinzel allerdings nicht aus, um sein Ziel zu erreichen. Er will bei der „Red Bull Cliff-Diving“-Serie den Fuß in die Tür kriegen – so etwas wie die Formel 1 der Highdiver. Dazu wird man eingeladen: „Dafür ist viel Vitamin B nötig und man muss sich bei den Veranstaltern immer wieder ins Bewusstsein bringen“, sagt der 27-Jährige.
Er gehört zum Bundeskader des Deutschen Schwimmverbands, der noch die Flüge zu den Weltcup-Wettkämpfen bezahlt. Mehr Förderung gibt es nicht mehr, „weil wir keine olympische Sportart sind“, sagt Heinzel, der deshalb auch bei Show-Events springt, um sich zu finanzieren.

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