Teamgeist und Lebensfreude

Die Handballerinnen feiern ihren Mannschafts-Sieg bei der Sportlerwahl „lange und laut“

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Was die Damen der Handballfreunde Springe da brüllen, versteht kein Mensch. Ist auch nicht so wichtig – denn dass ihr Schlacht- und Feierruf jede Menge Teamgeist und Lebensfreude ausstrahlt, erkennt man auch so. Diesmal war er besonders häufig zu hören bei der Sportgala – schließlich setzte die Truppe sich bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres mit deutlichem Vorsprung vor der eigenen Herrenmannschaft und den Tischtennisspielern des FC Bennigsen durch. Wenn das kein Grund ist, durchzudrehen! „Wir werden lange feiern und laut“, kündigte Trainerin Steffi Böttcher an – und das taten ihre Damen dann auch. Wie in jedem Jahr übrigens. Die Handballerinnen gehören zu den Stammgästen und Stimmungsgaranten bei der Sportgala – nominiert waren sie bis jetzt allerdings nie.

Die HF holten eine weitere Trophäe: Maximilian Kolditz aus dem Zweitligateam wurde Sportler des Jahres – und war überrascht. „Ich bin ja Mannschaftssportler, da ist es immer schwierig“, sagte der Torjäger. Teamplayer folgten aber auch auf den Plätzen zwei und drei: Rugby-Nationalspieler Henrik Meyer freute sich vor allem, weil seine Sportart in Deutschland noch ein Schattendasein fristet. Er war am Tag nach der Sportgala übrigens mit Germania List schon wieder im Bundesliga-Einsatz – und feierte einen 22:3-Derby-Erfolg gegen Hannover 78. Auch der drittplatzierte Fußballer Steve Goede gewann am Sonnabend erneut: Beim 1:0-Sieg des FC Eldagsen gegen Burgdorf erzielte er den Siegtreffer.

Rollhockey-Nationalspielerin Anna Hartje, frisch gebackene Sportlerin des Jahres, traf beim 15:1-Erfolg der Bison-Damen gegen Wuppertal sogar gleich sechsmal. Für die Torjägerin war das allerdings die kleinere Überraschung als der Sieg bei der Sportlerwahl. „Ich hatte nie damit gerechnet, gerade weil im vorigen Jahr mit Britt-Stina Johansson erst eine Rollhockeyspielerin gewonnen hat“, sagte sie. Zweite wurde zum dritten Mal Dressurreiterin Carolin Miserre, die passend zum Silberrang ein silbernes Glitzerkleid trug. Auch sie war zufrieden: „Ich wundere mich ja jedes Jahr aufs Neue, dass ich überhaupt nominiert werde.“ Das galt auch für die Jüngste auf dem Podium: Mountainbikerin Svenja Holenburg (13).